Draheim-Stiftung


>Die Draheim-Stiftung „pro musica et musicis“, gegründet 2014 mit Sitz in Karlsruhe, fördert in umfassender Weise die Beschäftigung mit der reichen Musikgeschichte des Landes Baden und damit in erster Linie das in vieler Hinsicht bedrohte Musikleben der Region. Dies geschieht z. B., aber keineswegs ausschließlich, durch die Veranstaltung von hochwertigen und kompetent moderierten Konzerten mit freiem Eintritt, in denen vorzugsweise Musiker der Region, darunter auch junge, zu fördernde Talente auftreten, durch Vorträge sowie Zuschüsse zu Publikationen (CDs, Notenausgaben, Bücher) und Konzerten, die sich im weitesten Sinne diesem Thema widmen.

Im Zentrum der Tätigkeit der Stiftung stand und steht die Konzertreihe „Musik in (Baden-)Baden“ im Alten Ratssaal des Rathauses Baden-Baden, die sich eines großen Zuspruchs auch über die Region hinaus und eines überaus positiven Presseechos erfreut. Diese Konzertreihe erinnert daran, dass Baden-Baden im 19. Jahrhundert – damals noch „Baden“ genannt – als die „Sommerhauptstadt“ Europas galt, als eine Kulturmetropole von weitreichender Ausstrahlung, in der auch einige der bedeutend­sten Musiker der Zeit (u. a. Weber, Paganini, Meyerbeer, Moscheles, Berlioz, Lortzing, Mendelssohn, Liszt, Robert und Clara Schumann, Offenbach, Brahms, Pauline Viardot, Anton Rubinstein und Johann Strauß) für längere oder kürzere Zeit lebten, konzertierten oder sich erholten. Aber auch in der nahen badischen Residenzstadt Karlsruhe, in der es schon im 18. Jahrhundert einen „Musenhof“ gab, entwickelte sich trotz beschränkter Mittel ein reiches und vielgestaltiges Musikleben, an dem einige der zuvor genannten Musiker, aber auch die Hofkapellmeister Joseph Aloys Schmittbaur, Franz Danzi, Hermann Levi, Otto Dessoff und Felix Mottl, die auch zu den bedeutendsten Dirigenten ihrer Zeit zählten, großen Anteil hatten. Dieses Panorama der Musikgeschichte des Landes Baden, zu dem seit dem frühen 19. Jahrhundert auch die Städte Mannheim und Heidelberg gehörten, soll in klingender Form mit angemessener Erläuterung wieder lebendig gemacht werden und viele neugierige und aufgeschlossene Hörer begeistern.